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Ich bin von der Stärke unserer Region und seiner Menschen überzeugt!

Bürgermeister und Michelbach kämpfen gemeinsam gegen Stromtrassen

Der Wahlkreisabgeordnete Hans Michelbach möchte keine Verschiebung von Betroffenheit und wünscht sich weitere sachbezogene Bemühungen zur gemeinsamen Verhinderung der vom Netzübertragungsbetreiber Tennet vorgeschlagenen neuen Netzausbauprojekten im Zuge der Energiewende und hält ein gemeinsames Vorgehen in der Region gegenüber der Bundesnetzagentur und dem Bundeswirtschaftsministerium für sinnvoll. Erst danach wird die Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries einen Gesetzesvorschlag in den Bundestag einbringen. Dieser sollte keine neue Stromtrasse in der Region vorsehen.

„Deshalb halte ich immer noch wenig von einer unsachlichen Diskussion über Trassenverläufe, die auf reinen Populismus hin abzielt und die Realität ausblendet. Nach wie vor haben wir alle Chancen, eine weitere Belastung unserer Region in Grenzen zu halten“, so der Coburg/Kronacher Wahlkreisabgeordnete Dr. h.c. Hans Michelbach nach einem von ihm initiierten Gesprächstermin des Bayerischen Gemeindetages – Kreisverband Coburg – mit dem für den Leitungsausbau im Freistaat Bayern zuständigen Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Franz Josef Pschierer, MdL.

Michelbach hatte auf Bitten des Vorsitzenden des Bayerischen Gemeindetages, des Ebersdorfer Bürgermeisters Bernd Reisenweber, eine Unterredung mit dem Staatssekretär und den im Ministerium zuständigen Fachreferenten auf Kloster Banz organisiert. Die anwesenden Bürgermeister sprachen sich dabei deutlich gegen weitere Stromtrassen im Coburger Land aus. Man werde sich im Landkreis Coburg nicht in Ost und West teilen lassen, so die Bürgermeister, sondern gemeinsam gegen eine weitere Trasse kämpfen. Dem Staatssekräter haben sie mit nach München gegeben, dass die Gebietskörperschaften im Landkreis Coburg keine weitere Stromtrasse mehr akzeptieren werden, zumal sie schon mit der 380 KV Stromleitung der Thüringer Strombrücke einen hohen Beitrag für die Energiewende geleistet haben.

Staatssekräter Pschierer bestärkte die Bürgermeister in ihrer Ablehnung der das Coburger Land treffenden Ausbauvarianten P44 und P44 mod. Weder P44 noch P44mod seien bislang durch die Bundesnetzagentur bestätigt. Die durch den Übertragungsnetzbetreiber Tennet öffentlich gewordenen Vorschläge finden kein Verständnis. Die Bayerische Staatsregierung lehne so Pschierer die bisher vorgelegten Varianten P44 und P44mod rundweg ab. Vielmehr sollte das bisherige Gesetz zum Bundesnetzentwicklungsplan 2025 mit der Stromtrasse P43 weiter verfolgt werden. Hierzu werden derzeit Verhandlungen von der Bayerischen Staatsregierung  mit der Landesregierung Hessen wegen einer Modifizierung der P43 im Raum Aschaffenburg geführt. Darüber hinaus unterstützt die bayerische Staatsregierung die Initiative von Hans Michelbach, ein Gesetz für ein bundeseinheitliches Netzentgelt zu schaffen, um die einseitige Belastung der Stromkunden in Oberfranken zu verhindern. Derzeit wird in weiten Teilen Deutschlands ein Netzentgelt von 1,2 Cent pro KW verrechnet, während in Oberfranken das Netzentgelt  mit 3,6 Cent pro KW dreimal so teuer ist. Dieser Standortnachteil sollte durch ein bundeseinheitliches Netzentgelt entschärft werden.

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